Auf Kosten der Patienten. Wie das Krankenhaus uns krank macht

Auf Kosten der Patienten

Frankfurt 2008 (Eichborn-Verlag)

Die Möglichkeiten, im Krankenhaus krank zu werden, sind vielfältig. Multiresistente Keime, verwechselte Medikamente oder falsch amputierte Gliedmaßen – die Liste ließe sich beliebig fortführen. Einen Einblick in das Gruselkabinett Krankenhaus gewährt Werner Bartens mit seinem neuesten Buch. Illustriert mit vielen Beispielen aus dem Klinikalltag berichtet er über die Missstände, die in deutschen Krankenhäusern herrschen. Er schreibt über Ärzte, die sich hinter ihrer Fachsprache verschanzen und damit Missverständnissen Tür und Tor öffnen, über Verwechslungen am Operationstisch, die es sogar bis in die Boulervardzeitungen geschafft haben und über das „alltägliche Chaos in den Pillendosen“, das auf den ersten Blick lustig erscheinen mag, doch für viele Patienten todernst werden kann, haben sich die Todesfälle durch falsche Medikamente in den vergangenen Jahren nahezu verdreifacht. Doch Bartens hat kein Buch geschrieben, das den Patienten Angst machen soll. Panikmache liegt ihm fern. Der Autor möchte vielmehr aufklären, wo die Fehlerquellen liegen und was getan werden kann, damit sich Patienten im Krankenhaus sicherer fühlen. Die Palette der Maßnahmen reicht dabei vom Händewaschen bis zu Warndreiecken auf Tablettenpackungen. Es soll eine neue Kultur der Offenheit entstehen – nicht weniger fordert Bartens. Dabei sind die Ärzte genauso gefordert wie ihre Patienten, die Arzneimittellobby genauso wie die Politik. Dieses Buch ist ein Glücksfall, genauso wie sein Autor. Obwohl selbst studierter Mediziner, nimmt Werner Bartens kein Blatt vor den Mund. Er beschreibt ungeschminkt, was täglich in deutschen Krankenhäusern passiert und gibt Hinweise, was verbessert werden könnte. Es bleibt zu hoffen, dass sich viele Kollegen ein Beispiel nehmen – zum Wohle ihrer Patienten.“
(VORWÄRTS)

Der Mediziner und Wissenschaftsredakteur Werner Bartens beschäftigt sich in seinem Buch „Auf Kosten der Patienten. Wie das Krankenhaus uns krank macht“, mit dem Klinikalltag. Er beschreibt den Teufelskreis aus Effizienzdenken, Einsparwahn und Zeitmangel, in dem Ärzte, Pflegepersonal und Patienten gegeneinander ausgespielt werden.“
(MITTELDEUTSCHE ZEITUNG)